Wir, die vierte Klasse aus dem Bereich Innenraumgestaltung und Holztechnik, machten heuer vom 11. bis zum 16. April eine mehrtägige Lehrexkursion nach Italien, damit wir uns die faszinierenden Bauten und Möbel, die Florenz und Mailand zu bieten haben, ansehen konnten.
Am Sonntagabend, den 22.04.2010, stiegen nach und nach die Klassenkollegen an den verschiedenen Bahnhöfen in den Zug zu, der uns nach Italien brachte. Dieser erreichte den Bahnhof Florenz montagmorgens um 06:18 Uhr. Danach gingen wir den kurzen Weg zu unserer Unterkunft, dem Hotel Fiorita, mit dem wir alle sehr zufrieden waren. Doch weil wir die Zimmer erst um 13:00Uhr beziehen durften, starteten wir gleich nach einem Frühstück eine Tour durch Florenz. Als erstes gingen wir zur >Basilica di San Lorenzo<, die wir uns vorerst nur von außen ansahen, gefolgt vom >Palazzo Medicea Riccardi<, von welchem aus wir als nächstes zur >Cattedrale di Santa Maria del Fiore< (Dom von Florenz) marschierten. Vor diesem Dom befindet sich auch die Taufkapelle >San Giovanni<, auch genannt das Baptisterium, wo wir uns die faszinierenden Tore auch erstmal nur aus der Perspektive des Außenstehenden anschauten. Als nächstes führte uns Herr Scheicher (unser Klassenvorstand und Bau- und Möbelstil Lehrer ) zur Piazza della Signoria, auf der sich auch das großartige Bauwerk >Palazzo Vecchio< befindet. Nun brachte unser Weg uns zur >Basilika di Santa Groce<, in jene gingen wir hinein, um uns ihre prachtvolle Architektur und Ausstattung genauer anzusehen. Nachher marschierten wir über die Brücke >Ponte alle Grazie<, unter welcher der Fluss Arno fließt, in Richtung >Piazzale Michelangelo<. Jetzt hieß es die letzten Kraftreserven auszupacken, weil unser nächstes Ziel die >Chiesa di San Miniato al Monte< (Chiesa= Kirche) war, die an einer Erhöhung steht, von der aus wir eine tolle Aussicht über Firenze (Florenz auf italienisch) hatten. Nach einer Innenbesichtigung dieser Kirche, schauten wir uns noch den umliegenden Friedhof >Cimitero delle Porte Sante< an. Nach dieser vollbrachten Arbeit knurrte uns allen natürlich der Magen, deswegen belohnten wir uns mit einem italienischen Essen in einem kleinen Restaurant in einem Gewölbekeller. Anschließend checkten wir in unser Hotelzimmer ein und hatten Zeit um uns auszuruhen. Am Abend gingen wir noch einmal alle in die Altstadt zu einem gemeinsamen Dinner.
Wie jeden Tag starteten wir auch am zweiten Tag mit einem Frühstück im Hotel und zogen um 9:00 Uhr los zur >Bibliotheca Medicea Laurenziana<, die im Auftrag der Familie Medici im Jahr 1571 als staatliche Bibliothek eröffnet wurde. Unser Weg führte wieder an der >Basilica di San Lorenzo< vorbei, zum >Baptisterium San Giovanni<, in welches wir an diesem Tag hineingingen, was ein großes Erstaunen bei uns Schülern auslöste, weil diese Taufkapelle ein sagenhaftes, mit Gold ausgeschmücktes Fresco (Malereien auf dem Putz) an der Innenseite der Kuppel besitzt. Danach wurde es wieder einmal anstrengend, denn wir machten den Aufstieg auf die, zu jener Zeit, als sie erbaut wurde, größte Kuppel der Welt ( jetzt hat die Kuppel des Petersdoms in Rom einen größeren Durchmesser), jene der >Cattedrale di Santa Maria del Fiore< . Diese Kuppel wurde mit einer atemberaubenden Interpretation des jüngsten Gerichtes innen bemalt und bot eine tolle Aussichtplattform, wir konnten aus der Höhe von 100m über die Stadt blicken. Anschließend besuchten wir noch dem >Palazzo Pitti< und hatten nachher wieder Zeit für uns selbst. Abends gingen wir auf ein Eis als Belohnung für einen erfolgreichen Tag.
Am dritten Tag begannen wir mit der Besichtigung des Palazzo Vecchio, der damals als Regierungssitz der Familie Medici diente. In diesem Gebäude ist auch der sehr prunkvolle „Saal der Fünfhundert“, in welchem Gemälde sind, die grausame Schlachten abbilden und von Leonardo Da Vinci und Michelangelo gemalt wurden.Anschließend suchten wir den >Palazzo Davanzati< auf, in dem man die Lebensweise des damals gehobenen Bürgertums sehr gut nachvollziehen konnte, weil in diesem Gebäude eine Ausstellung der Wohnräume einer sehr wohlhabenden Familie war. Anschließend suchten wir uns ein schickes Restaurant, um gemütlich Mittag zu essen. Nun gab uns Herr Scheicher die Wahl, ob wir die Stadt noch eigenständig etwas erkunden wollten, um vielleicht noch ein Andenken erwerben zu können, oder ob wir noch mit ihm die >Chiesa S. Stefano<, >Chiesa di S. Trinita< und den >Palazzo Strozzi< anschauen wollten. Wir Schüler nutzten beide Angebote.
Am Donnerstag mussten wir früh aufstehen und die Zimmer räumen, denn der Zug nach Mailand fuhr um 8:00 ab. Nach ca. zwei Stunden auf der Schiene kamen wir in Mailand an, wo wir noch am Bahnhof unser Gepäck aufbewahrten und danach gleich den ersten Zug der U-Bahn in Richtung Messegelände nahmen. Nach einer halben Stunde Wartezeit (wegen des Kartenerwerbs) konnten wir um ca. 11:30 Uhr endlich in das Ausstellungsgelände der> Salone del Mobile< eintreten. Wir hatten vorher schon Gruppen gebildet, welche dann die Aufgabe hatten, über bestimmte Themenbereiche zu recherchieren und diese zu Hause auszuarbeiten, um diese dann im Klassenverband präsentieren zu können. Nach dem Messebesuch trafen wir uns um 18:00 Uhr und fuhren daraufhin in das Zentrum Mailands, wo ein hervorragendes Beispiel für den Baustil der Gotik steht, nämlich der >Duomo di Milano< ( Dom von Mailand). Anschließend ließen wir unsere schöne Reise noch einmal mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen und schufen uns damit etwas Stress, denn wir mussten es ja wieder pünktlich zum Hauptbahnhof schaffen. Um 21:00 fuhr der Zug aus Mailand ab und brachte uns wieder langsam aber sicher nach Hause.